Die Geschichte der Rolinck Brauerei

1849 

Im Jahr 1849 verstirbt Alexander Rolinck. Seine zweite Ehefrau, Lisette Rolinck, übernimmt die Geschäfte. Seine Söhne aus zweiter Ehe, Alexander und Fritz Rolinck, folgen dem Vater ins Geschäft und gründen 1859 die Offene Handelsgesellschaft A. Rolinck. Die Brüder expandieren und verlegen die Brauerei aus der Stadt hinaus auf den Röwenkamp, weil dort das beste Wasser gefunden wird - und Wasser eine zentrale Rolle in der Bierbrauerei einnimmt. Zudem macht die voranschreitende Mechanisierung einen Neubau erforderlich. Hier wird zuerst der Natureiskeller gebaut und die Brunnen erschlossen.

Alexander Rolinck, ein ehemaliger Musiker, braut im Jahr 1820 sein erstes Bier. Bald macht er seine Leidenschaft zum Beruf: Er gründet seine eigene Brauerei, weil er sein Geschäft, den Handel mit Kolonialwaren, aufstocken will. Die Rolinck-Brauerei ist geboren. Zunächst nimmt die Bierbrauerei für Rolinck jedoch eine nebengeordnete Rolle in seinem Geschäft ein. 

Die Brauerei entwickelt sich zu einer führenden Regionalbrauerei. Nach dem Tod des Inhabers Fritz Rolinck im Jahr 1902, übernimmt sein Sohn Alexander II. 1931 die Geschäftsführung und patentiert neun Jahre später das uns allen bekannte Rolinck-Männchen.

1886 

Im Jahr 1872 setzt die Brauerei die erste Dampfmaschine überhaupt in Burgsteinfurt ein und braut drei Jahre später, 1875, das erste Rolinck Pilsener. Seitdem stellt die Bierbrauerei das Zentrum der Rolinck-Geschäfte dar. 

Mit Erfolg: Die Brauerei wächst und zählt 1885 bereits 35 Angestellte.
 

Alexander Rolinck, Gründer der Brauerei

Fritz (unten, links) und Alexander Rolinck (unten, rechts)

Die Belegschaft von 1885 vor geschnitzten Fassböden.

1872 

1958 wird der neue Gärkeller der Brauerei eingeweiht und die Produktion kann im Vergleich zu 1939 verdoppelt werden.

 

Auch in den folgenden Jahren geht die Expansion weiter: 1963 wird der Lagerkeller eingeweiht, 1966 das Sudwerk erweitert. 1975 wird eine neue Abfüllanlage und die neue Stapelhalle in Betrieb genommen.

1958 

Nach der Umformierung in Privatbrauerei „A. Rolinck GmbH & Co. KG“ unter Dr. Alex Rolinck wird 1991 das erste alkoholfreie Bier „Rolinck Free“ eingeführt. Auch die Kästen erfahren in den  1990er Jahren eine Erneuerung: Die Brauerei ändert die Farbe der Kästen von gelb zu schwarz.

Das Rolinck-Männchen - offiziell seit 1940

1991

2000 

Das Sortiment wird um einige Produkte erweitert, die sich seitdem großer Beliebtheit erfreuen: Im März 2000 wird Alex Rolinck feines Lagerbier, im Dezember 2001 BASTARD - Die Biercola.

2007 

2007 wird die Rolinck Brauerei von einer der bekanntesten Privatbrauereien Deutschlands übernommen: Der Krombacher Brauerei Bernhard Schadeberg GmbH & Co KG. Damit beginnt ein neues Kapitel in der Geschichte von Rolinck.

Seitdem investiert Krombacher in die Brauerei: Durch den Bau einer neuen Flaschen- und Kastenwaschanlage, moderner Ent- und Verpackungsmaschinen, neuer Transportsysteme sowie einer neue Lagerhalle wird die Traditionsbrauerei immer weiter modernisiert. Zudem werden erfolgreich Auszubildende am Standort Steinfurt ausgebildet.

2020 bis heute

Die Rolinck-Brauerei feiert 2020 ihr 200-jähriges Jubiläum: Getreu dem Motto „Usse Beer uut usse
Heimat“ werden hier nach alter Tradition, mit Hingabe und Leidenschaft, ausgezeichnete Biere gebraut, die
sich in der Region großer Beliebtheit erfreuen.